SITE MENU (UPDATED 31.05.2017)

Use search function please. All the info found with Ł - refers to this site

This Article Content

Sowjetische Auszeichnungen 1918-1991 / Soviet Awards 1918-1991
Ein Katalog / A Catalogue

Vorwort

Das System der staatlichen Orden und Ehrenzeichen der Mongolei, wie es sich von 1921, der Erlangung der staatlichen Selbständigkeit, bis 1992, der Umwandlung der Mongolei in eine parlamentarische Republik, nach und nach herausgebildet hat, bietet ein überschaubares Bild. Insgesamt sind in dieser Zeit verausgabt worden: 3 Goldene Sterne in Verbindung mit den höchsten staatlichen Titeln 10 Orden in 26 grundlegenden Abstufungen und Varianten 21 Verdienst- und Jubiläumsmedaillen in 24 Varianten 6 Medaillen u. Abzeichen in 9 Varianten zu weiteren Titeln u. Preisen 2 Marschallsterne.

Da diese Auszeichnungen mit der sozialistischen Entwicklung der Mongolei verbunden sind, vor allem mit der Zeit von 1924-1992, als der Staat den Namen Mongolische Volksrepublik trug, haben wir es nun mit einem abgeschlossenen Sammelgebiet zu tun. Das mongolische Auszeichnungswesen war - wie alle gesellschaftlichen Phänomene des Landes - eng mit dem der Sowjetunion verbunden. Die Inhalte und Namen der Auszeichnungen, die Gestaltung und die Hersteller der Ordenszeichen und Medaillen wie die kyrillischen Schriftzeichen, z. T. auch Punzen und Gravuren lassen dies deutlich erkennen; und ebenso wie der höchste Orden der UdSSR den Namen des Staatsgründers Lenin trug, war der höchste mongolische Orden nach dem Staatsgründer Suche Bator benannt. Dabei wiesen die Auszeichnungen auch viel Eigenständiges auf, insbesondere in der frühen Zeit der Staatsentwicklung, beginnend mit der revolutionären Bewegung Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Das Staatsgebiet umfasst eine Fläche von mehr als 1,5 Million qkm, die Bevölkerungszahl entwickelte sich in der umrissenen Zeitspanne von zunächst rund einer Million bis heute auf ca. 2,3 Millionen Menschen. Obgleich das Land überwiegend karg ist und die Einwohnerzahl gering erscheint, besteht das Besondere vor allem darin, dass das Land auch nach 1922, dem Jahr der Bildung der UdSSR, selbständig geblieben ist, wo doch bedeutende mittelasiatische und transkaukasische Länder der Sowjetunion beigetreten sind. So beschert diese Autonomie den Phaleristikern ein interessantes Sammelgebiet, das seine Faszination auch durch die über 1700 Jahre währende bewegte Geschichte des einst mächtigen Mongolenreichs gewinnt. Zur Orientierung des Sammlers sei das folgende erwähnt: Seit 1911 ist die Außere Mongolei - nach Jahrhunderten verschiedener Abhängigkeiten - wieder ein selbständiger Staat geworden, zunächst als konstitutionelle Monarchie, dann als Republik und schließlich als

Volksrepublik. Mit der Souveränität hatte sie auch die Möglichkeit erlangt, eigene Auszeichnungen zu stiften und zu verleihen. So existierte in den ersten Jahren ein (monarchischer) Orden - der Orden vom Edlen Stab in drei Abstufungen und zahlreichen Klassen, er war Ausländern vorbehalten - sowie eine Verdienstmedaille. In der Inneren Mongolei, die seit jeher zu China gehörte und gehört, existierten ein (militärischer) Orden und drei Medaillen. Diese Auszeichnungen sind nicht Gegenstand dieser Schrift.

Mit der Gründung der Mongolischen Volksrepublik (MVR) und ihres Parlaments, des Großen Volkshurals 1924, begann auch die Stiftung staatlicher Auszeichnungen. Gestaltet wurden sie von mongolischen Künstlern, hergestellt wurden sie zunächst in den Münzhöfen von Moskau und Leningrad, was an der Ausführung der Stücke - z. T. auch an den Herstellerpunzen - erkennbar ist, seit den 60er Jahren aber auch in Ulan Bator, der Hauptstadt der MVR, sowie in der ungarischen Staatsmünze in Budapest. Die hohe Fertigungsqualität und die Verwendung von Edelmetallen für die Herstellung vieler Auszeichnungen - z. T. auch die Ausstattung mit Edelsteinen - erhöhen die Freude beim Sammeln dieser Kleinodien.

Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen, fixiert in drei Landesverfassungen (1924, 1940 und 1960), variierten zeitlich neben dem Staatsnamen und der Flagge auch das Wappen sowie die Schriftzeichen, die in ihrer kyrillischen Form von 1941-1992 galten. Um grob die Stiftungszeit der Auszeichnungen zu bestimmen, ist dies wie auch die Kenntnis der Wappenformen ein wichtiges Hilfsmittel. Es existieren davon drei Grundtypen, deren erste sich noch einmal in drei bzw. zwei Untertypen aufgliedern. Diese wurden zum Teil bis in die jüngste Zeit hinein verwendet. Das sind:

1 das alte mongolische Symbol Sojombo (Soyunba ( (= All-Erhalter)

1.1 das einfache Symbol - 1924-1939

1.2 das Symbol mit Lorbeerzweigen als Basis - 1939-1945

1.3 das Symbol mit Stern (als Zeichen des Sieges über Japan) - 1945-1992

2 das Wappen mit den Tierzeichen

2.1 mit mongolischer (uigurische) Schrift auf rotem Band - 1940-1941

2.2 mit kyrillischer Schrift auf rotem Band - 1941-1960

3 das Wappen mit Zahnrad und rot-blau-rotem Band - 1960-1992.

Die auf zahlreichen Auszeichnungen befindliche Aufschrift BNMAU steht für Bügd Najramdak Mongol Ard Uls = Mongolische Volksrepublik. Abgekürzt erscheint der Landesname im Katalog als MVR (deutsch), MNR (russisch) und MPR (englisch).

Aufgrund der relativ geringen Bevölkerungszahl sind die meisten der Orden und Medaillen in geringerer Stückzahl hergestellt und verliehen worden als diejenigen anderer vergleichbarer Länder, d. h. sie sind seltener bei geringeren Marktpreisen. Insbesondere unter den frühen Exemplaren befinden sich ausgemachte Raritäten, aber auch z. B. die Medaille eines Fliegerkosmonauten, von dem es nur einen gab, ist kaum zu haben. Die Verleihungen ins Ausland gingen infolge der engen politischen, ökonomischen und militärischen Kooperation vor allem an Bürger der Sowjetunion, der Suche-Bator-Orden wurde als höchster Orden des Landes in größerer Zahl auch an hohe Würdenträger anderer sozialistischer Staaten verliehen.

In Ermangelung offizieller Angaben sind die Verleihungszahlen geschätzt; als Anhalt dienten die vorgefundenen Verleihungsnummern auf real beobachteten Stücken. Die Preise sind in EURO angegeben. Mein Dank für die Unterstützung bei der Erarbeitung dieses Katalogteils gilt vor allem E. Blaß, P. Groch, P. McDaniel, A. Paretski, I. Peterson, A. Preckel, R. Sesemann, C. Zeige und I. Zimmermann.

Introduction

The system of the People's Republic Mongolia orders and decorations has existed since the Mongolian revolution in 1921, through the transformation to a parliamental republic in 1992. During this period, the following orders and decorations were established: 3 Golden Stars awarded in conjunction with high government titles 10 Orders in 26 fundamental grades and variations 21 Service and anniversary medals in 24 variations 6 other medals, which were given with titles 2 Marshal Stars.

Since these awards evolved along with the development of Mongolia as an independent state, they form a distinct area of collecting. All were established during the period from 1924 to1992. The Mongolian award system, like many other mechanisms in the country, was closely tied to that of the Soviet Union. This is evidenced by the choice of subject matter, the name of the award, its composition and choice of manufacturer, as well as the use of Cyrillic lettering on inscriptions. Similarly, just as the highest order presented in the Soviet Union bore the name of Lenin, Mongolia's highest award was named after its founder Suche Bator. There are also many distinguishing characteristics. These were particularly prominent during the early years of the country's development, which began with the revolutionary movement during the 1920s. The area of the country is 1.565 million square kilometers. The population of Mongolia increased, from 0.67 million in the 1920s, to its current figure of 2.3 million people. Despite its status as a poor country, with a small population, it is unlike other countries in that part of Asia and the Transcaucasus region. Mongolia managed to maintain its independence even after the formation of the Soviet Union in 1922. This autonomy gives those interested in the field, a history to explore that extends 1,700 years back to the days of the Great Mongolian Empire. The following is provided as a frame of reference for the collector: Outer Mongolia became independent in 1911, after hundreds of years of occupation by various states. Its form of government changed from a constitutional monarchy, to a republic, and finally to a People's Republic. As a sovereign state, Mongolia awarded and distributed orders and decorations. A monarchial order - called the Order of the Honourable Baton - existed in three grades with many variations within each grade. Only foreigners could receive this award. A meritorious medal was also established. During this period, Inner Mongolia belonged - and still belongs - to China. It had one military order and three medals. All these decorations are rare and seldomly appear in foreign collections. They are not included in this publication.

/ page 41 from 53 /

We have much more interesting information on this site.
Click MENU to check it out!

cartalana.com© 2013-2017 mailto: koshka@cartalana.com

Google+