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SOWJETISCHE AUSZEICHNUNGEN 1918-1991 / SOVIET AWARDS 1918-1991
EIN KATALOG / A CATALOGUE

Vorwort zur vierten Ausgabe

Das Interesse an Orden und Ehrenzeichen der UdSSR hat sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau stabilisiert. Das gilt für Privatsammler wie für öffentliche Institute - insbesondere für Museen die ihre Ausstellungen und Magazine in dieser Richtung stetig ergänzen. Viele wollen wissen, was es mit der einstigen Supermacht Sowjetunion auf sich hatte, welche Entwicklung sie genommen hat und wie die Realien dieser - oftmals fremden - Welt beschaffen waren. Inzwischen weiß man, dass die sowjetischen Auszeichnungen zum großen Teil attraktiv gestaltet und sorgfältig hergestellt sind, eine eigenständige Symbolik aufweisen und partiell aus edlen Materialien bestehen, manche aus Gold und Platin.

Nahezu elf Jahre nach der Premiere des Katalogs Sowjetische Auszeichnungen liegt nun die vierte Ausgabe vor. Neue Erkenntnisse sind seit der letzten Ausgabe gewonnen, neue Varianten der Orden und Ehrenzeichen ermittelt worden, die Preise haben sich geändert und die Währungsumstellung von DM auf EURO wollte berücksichtigt sein. Zudem sollen Druckqualität und Gebrauchseigenschaften des Büchleins verbessert werden. Diese Ausgabe zeigt: Der Katalog ist zu einer ständigen Institution geworden, er will dem Sammler auch weiterhin ein verlässlicher Führer sein.

Herzlicher Dank gilt allen Förderern dieser Ausgabe, insbesondere denen, die Preisvorschläge unterbreiteten, die bei der Redaktion, der Beschaffung neuer Abbildungen sowie der Erweiterung der Texte halfen, so - stellvertretend für alle - M. Gietzelt, P. McDaniel, Prof. Dr. J. Olden, A. Paretski und I. Zimmermann.

Preisnotierungen im Katalog

Alle Preise sind in EURO notiert. Sie gelten für vollständig aus originalen Teilen bestehende, gut erhaltene Stücke, die auch Tragespuren aufweisen können. Die Preisangaben sind vor allem Wertrelationen, orientiert an mittleren Preisen des etablierten Ordenshandels, wie sie sich zür Zeit der Herausgabe dieser Katalogausgabe in Europa gestalteten. In anderen Marktsegmenten - so z. B. auf Trödelmärkten oder unter Sammlern - sind niedrigere Preise üblich. Zum Teil erhebliche Aufschläge sind für Stücke mit originalen Verleihungsdokumenten zu kalkulieren. Obwohl die Zahl der Sternchen (*) gegenüber den ersten Ausgaben reduziert wurden, erscheinen sie immer noch für solche Stücke, die bisher kaum oder gar nicht auf dem Markt waren. Preisschwankungen sind stets zu berücksichtigen.

Preistendenzen

Für 2003/2004 sind folgende Preistendenzen zu beobachten:

für seltene Stücke: stark ansteigend,

für Stücke von mittlerer Seltenheit: steigend oder gleichbleibend,

für häufige Stücke: gleichbleibend oder sinkend.

Herstellerangaben

Die sowjetischen Auszeichnungen sind in der Regel von den staatlichen Münzhöfen in Moskau und Leningrad hergestellt worden, was für gewöhnlich auf den Orden oder den Haltemuttern der Orden und Ehrenzeichen vermerkt ist. Das sind:

ГОЗНАК / GOSNAK - für die Verwaltung zur Emission von Geldzeichen und anderen Wertpapieren - unter ihrer Regie wurden auch die Verleihungs- und Besitzdokumente für Orden und Medaillen gedruckt. МОНДВОР / MONDWOR - Kurzwort für Münzhof.

МОНЕТНЫЙ ДВОР / MONETNYJ DWOR - für Münzhof (zunächst für Moskau und Leningrad gemeinsam).

МД / MD u. ММД / MMD - Abkürzung für den Moskauer Münzhof.

ЛЕНИНГРАДСКИЙ МОНЕТНЫЙ ДВОР / LENINGRADSKIJ MONETNYJ DWOR - für den Leningrader Münzhof.

Verleihungsnummern

Auf den Rückseiten der Orden, auf dem Rand einer Medaille oder auf den Haltemuttern sind Verleihungsnummern (Ordnungsnummern oder Matrikelnummern) eingraviert oder eingeschlagen (gepunzt). Diese können deutlich höher sein, als es die veröffentlichten Verleihungszahlen erwarten lassen, da in der Flegel mehr Auszeichnungen hergestellt als schließlich vergeben wurden. Insbesondere trifft das auf die Kriegsauszeichnungen zu, da der Verlauf der Kämpfe kaum zu prognostizieren war. Außerdem wurden sie häufig dezentral verausgabt, so dass an unterschiedlichen Fronten zu gleicher Zeit Stücke mit abweichender Nummerierung verliehen wurden. Nicht verliehene Exemplare wurden nach Beendigung der Kämpfe an das Präsidium des Obersten Sowjets zurückgesandt und dort oder im Münzhof aufbewahrt. Ein Teil dieses Fonds an nicht verausgabten Orden und Ehrenzeichen der UdSSR kursiert inzwischen im internationalen Ordenshandel.

Angaben zu den Metallen

Die sowjetischen Orden sind aus Platin, Gold und Silber oder aus diesen Edelmetallen kombiniert hergestellt. Medaillen bestehen zum Teil aus Silber. Weder die einen noch die anderen weisen jedoch für gewöhnlich Edelmetallpunzen auf. Es wurden - wenn im Katalog nicht anders vermerkt - die Edelmetalle in folgendem Promille-Gehalt verwendet: Platin: 998-999,3, Gold: 925-950, legiert mit Silber, Silber: 905-925, legiert mit Kupfer.

Bänder und Spangen

Bis zum Frühjahr 1943 waren alle Bänder rot, danach wurden spezielle Bänder für die einzelnen Auszeichnungen eingeführt, mit ihnen auch die pentagonalen Tragespangen sowie Interimsspangen. Die Spangen wurden zunächst aus Messing, Bronze oder Weißmetall, später aus Aluminium hergestellt. Die Spangen der Orden sowie früher Medaillen bestanden aus zwei Lagen, z. T. unter Verwendung von Eisenblech. Die Bänder für sternförmige Orden wurden nur auf den Interimsspangen getragen.

Fälschungen und Nachfertigungen

Wie auf allen Sammelgebieten, deren Sammlungsgegenstände einen hohen Wert repräsentieren, werden zum Schaden der Sammler Fälschungen angefertigt und auf den Markt gebracht. Sie sind von unterschiedlicher Qualität, so dass einige leicht als Falsa zu identifizieren sind, andere sich jedoch von den Originalen kaum unterscheiden, diese können nur vom Experten erkannt und bestimmt werden. Eine der häufigsten Fälschermethoden besteht in der Manipulierung originaler Stücke, um sie in Exemplare höherer Klassen oder älterer Typen zu verfälschen. Moderne Fachliteratur hilft beim Auffinden von Fälschungen.

Abkürzungen:

Kl. Klasse

M./Med. Medaille

Ii. links

No. Numero

O. Orden

re. rechts

Rs. Rückseite

Verd. Verdienter

verg./vg. vergoldet

Verl.-Nr. Verleihungs-Nr.

vers./vs. versilbert

Vs. Vorderseite

Introduction to the Fourth Edition

The interest in awards and commendations of the USSR appears to have stabilized. This interest holds true for private collectors, as well as for official institutions. Museums, in particular, have reflected this interest with their exhibits and with their magazines on the subject. There still remains great interest in the former superpower, the Soviet Union, and many would like to know more about events and developments in that strange world. It has been established that Soviet awards were, for the most part, produced carefully and attractively. They display a unique symbolism and were manufactured, at least partially, from precious metals such as gold and platinum.

Now, nearly eleven years after the publication of the first edition of the Sowjetische Auszeichnungen catalog, this edition is in hand. Since the last publication of the catalog, new discoveries have been made, new types of orders and awards have been identified, and prices have changed. Conversions of prices by us from DM to EUROs are provided. This new edition of the catalog reflects all these changes in an improved format and with improved print quality. The appearance of a fourth edition indicates that the catalog has become a major reference tool and will continue to be a valuable guide for the serious collector. I would like to express my heartfelt thanks to all contributors to the third edition, especially to those who provided appraisals, read the final edits, and helped expand the foreign language sections. Representative of the whole group, I would like to thank M. Gietzelt, P. McDaniel, J. Olden, A. Paretski and I. Zimmermann.

Price Quotations in the Catalog

Prices - noticed now in EURO - apply for items that are in good condition, have their original components and show signs of having been worn. The prices quoted are the average market prices for Soviet awards in Germany and other European countries at the time of publication. Prices are frequently lower in other sectors - for example, the second-hand market and among collectors. Items that are accompanied by their original certificates of award command significantly higher prices. Although the number of asterisks (*) in this edition is reduced compared to the previous editions, they still appear for items that have not been previously in the market or are rarely available. In such cases, prices will vary depending of the location and the time of purchase.

Price Trends

In 2003/2004 the following price trends have been observed:

for rare items increasing greatly

for uncommon items increasing or remaining constant

for common items constant or decreasing.

Manufacturing Specifications

As a rule, Soviet decorations were produced by the government mints in Moscow and Leningrad. A list regarding the place of manufacturers are given below. They are usually found on the decoration itself, or on the screwback plate:

ГОЗНАК - Administration of the Production of Money or other Valuable Documents - this agency printed award certificates for both honorary and meritorious decorations

МОНДВОР - contraction for mint.

МОНЕТНЫЙ ДВОР - mint (for both Moscow and Leningrad)

МД and ММД - abbreviations for the (Moscow) mint

ЛЕНИНГРАДСКИЙ МОНЕТНЫЙ ДВОР - for the Leningrad mint.

Serial Numbers

Serial numbers are engraved or stamped on the back or rim of an award. The serial number of an individual award can be higher than the number of officially distributed medals because more decorations were struck than presented. This is especially true for war decorations, since the outcome of battles could not be predicted. Medals were also awarded simultaniously on many fronts, out of numerical sequence. Awards not distributed were returned to the Presidium of the Supreme Soviet or the mint for storage. Today some of these holdings have reached the international market.

Metal Composition

Soviet orders were manufactured from platinum, gold and silver, or a combination thereof. Some medals were also made of silver. Pure metals, however, were never used. Soviet orders and medals were not marked with a gold or silver content. Unless otherwise noted in the catalog, the composition of precious metal per mil is as follows: platinum 998-999.3, gold 925-950, alloyed with silver, silver 905-925, alloyed with copper.

Ribbons and Pins/Attachment Devices

Until 1943, all ribbons were red. After that, special ribbons, as well as pentagonal suspensions and ribbon bars, were introduced for daily wear. At first, suspensions were manufactured using brass, bronze and white metal - later aluminum was used. Early pentagonal suspensions consisted of two layers and involved the partial use of iron as a front plate. Ribbons for star-shaped orders were only worn with ribbon bars.

Fakes

As with all collectables that have high value, fakes of Soviet orders and medals have appeared in the market. The fakes differ in quality. Some are easy to identify, and others are almost indistinguishable from originals. For these pieces, an expert is required to tell the difference. Many of the best fakes are made from modifying later types into earlier types, or changing lower classes into higher classes. Recent professional literature on the sobject has made it easier to distinguish fakes from originals.

Key to technical terms:

Band ribbon

Bronze bronze

Email(le) enamel

gestiftet established

Gold gold

Hammer und Sichel hammer and sickle

Inschrift, Aufschritt inscription

Messing brass

Mittelstreifen middle stripe(s)

Mondwor, Monetnyj Dwor mint, mint court

Neusilber German silver

Randstreifen border stripe(s)

Spange suspension

Typ type

Verleihungen awardings

Key to Abbreviations:

(s.) Abb.

(see) picture

dsgl. likewise

Kl. class, degree

M./Med. medal

O. order

Rs. revers, back side

teilw. partly

Verd. meritorious

verg./vg. gilded, gold plated

Verl.-Nr. serial number

vers./vs. silvered, silver plated

Vs. obverse, front side

Auszeichnungen der Sowjetrepubliken seit 1918

Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik

Rotbannerorden, gestiftet 16.9.1918

Орден Красное Знамя 1918 / Orden Krasnoje Snamja / Order of the Red Banner

Verleihungen insgesamt: ca. 17000

1.1.1 Ordenszeichen, ursprünglich auf roter Bandrosette, Silber, teilweise vergoldet, Email

Rs.: durchgeprägt mit Schraube, Verl.-Nr.

€ 1500

1.1.2 Ordenszeichen mit der Ziffer 2 für zweifache Verleihung dsgl., ca. 400 Verleihungen € 5000

Rs.: wie 1.1.1

€ 5000

1.1.3 Ordenszeichen mit der Ziffer 3 für dreifache Verleihung, dsgl., ca. 60 Verleihungen

Rs.: wie 1.1.1

1.1.4 Ordenszeichen mit der Ziffer 4 für vierfache Verleihung, dsgl., 7 Verleihungen

Rs.: wie 1.1.1

Frühe Exemplare von 1.1.. auch ohne Verl.-Nr. Späte Stücke auf der Rs. reliefartig mit MONDWOR (Restitutionsexemplare). Variante: Transkaukasische Fertigung (Tiflis); die Stücke sind größer und differieren in der Zeichnung (s. Abb. 1.1.1, rechts). Diese verlangen Liebhaberpreise.

Orden des Roten Arbeitsbanners, gestiftet 28.12.1920

Орден Трудовое Красное Знамя 1920 / Orden Trudowoje Krasnoje Snamja / Order of The Red Banner of Labour

Verleihungen: ca. 170

1.2 Ordenszeichen, ursprünglich auf roter Bandrosette Silber, teilw. vergoldet

Rs.: mit Schraube, Verl.-Nr.

€ 6500

Ehrenzeichen Dem Helden der Revolutionären Bewegung

Герою Революционного Движения / Geroju Revoljuzionnowo Dwishenija / Badge To the Hero of Revolutionary Movement

1.2.1 Ehrenzeichen, aus unterschiedl. Metallen, mehrteilig oder in einem Stück geprägt, teilw. vergoldet, Email

Rs.: mit Schraube, Verl.-Nr., teilweise mit Namensgravur des Trägers

Exemplare aus Silber rechtfertigen einen Aufpreis.

€ 1300

Ehrenzeichen Dem Kämpfer der Roten Garde und dem Roten Partisanen, gestiftet 1932

Бойцу Красной Гвардии и Красному Партизану / Bojzu Krasnoj Gwardii i Krasnomu Partisanu / Badge To the Red Guardsman and the Red Partisan

1.2.2 Ehrenzeichen, Silber, Email

Rs.: mit Schraube; Verl.-Nr. auf der Bodenscheibe

€ 1000

Medaille Drei Jahre Oktoberrevolution, gestiftet 1920

Медаль Три Года Октябрьской Революции / Medal Tri Goda Oktjabrskoj Rewoljuzii / Medal Three Years of the October Revolution

1.2.3 Medaille, Silber, mit angeprägter Öse und Durchzugsring für das Band

Rs.: Umschriften, Hammer und Sichel

Band: rot

Es existieren auch Exemplare aus Messing.

€ 500

Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik

Orden des Roten Arbeitsbanners, gestiftet 1921

Орден Трудовое Красное Знамя 1921 / Orden Trudowoje Krasnoje Snamja / Order of the Red Banner of Labour

Verleihungen: ca. 400

1.3 Ordenzeichen, Bronze, teilw. vergoldet, Email, mehrteilig

Rs.: glatt, mit Schraube, Verl.-Nr.

€ 4500

Belorussische Sozialistische Sowjetrepublik Orden des Roten Arbeitsbanners, gestiftet 1924

Орден Трудовое Красное Знамя 1924 / Orden Trudowoje Krasnoje Snamja / Order of the Red Banner of Labour

Verleihungen: ca. 150

1.4 Ordenszeichen, Silber, teilw. vergoldet, Email, mehrteilig

Rs.: durchgeprägt, mit Schraube, Verl.-Nr.

€ 8000

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